P-51B "Mustang"

 Tamiya 1/48 

Bei dem auf dem Foto abgebildeten Flugzeug handelt es sich um die von mir im Modell gebaute. Zur Farbgebung, da mein Modell ja Alufarben, die Maschine wurde später erst oliv lackiert.
Das Foto stammt aus dem Internet ,von der Seite http://www.luftwaffe-experten.co.uk/.

Zum Original:

Die P-51B "Mustang" nach britischen Vorstellungen in den USA gebaut, erwies sich als äußerst kampfstark und vielseitig, wobei sie sich auf 2 Gebieten besonders auszeichnete. Zum einen als Jagdschutz für Fernbomber (B-17 und B-24) und als Unterstützung der Heeresverbände aus der Luft. Die Mustang hatte alles was das Herz eines Jagdpiloten begehrte: die Maschine konnte hart zuschlagen und bot eine erstklassige Kampfleistung unter allen Gefechtsbedingungen. Nach 102 Tagen war der Entwurf für diesen Jäger fertig und die britische Regierung bestellte sogleich 320 Maschinen, denen noch ein Auftrag über weitere 300 Maschinen folgte. Die Maschine stand nach dem Krieg noch viele Jahre im Bestand der USAF und einige fliegen heute noch bei Flugrennen. Ihren letzten Einsatz flog die Mustang während des Koreakrieges. Meine Mustang stellt ein deutsches Beuteflugzeug dar, welches von der deutschen Luftwaffe erprobt wurde. Diese Mustang war im Jahre 1944 in Hannover-Wunstdorf stationiert beim dortigen Erprobungskommando des OKL. Die Einheit, die sich mit dem Testen von Beuteflugzeugen in der Luftwaffe auseinander zusetzen hatte,
hieß "Zirkus Rosarius".
Die Piloten dieser Beuteflugzeuge flogen regelmäßig zu anderen Geschwadern, um diese mit dem gegnerischen Fluggerät vertraut zu machen. Nach meinem Wissen gab es in der deutschen Luftwaffe 5 P-51 "Mustang". Mein Modell mit der Kennung T9+HK, eine 8+7, eine T9+CK und zwei nur mit Balkenkreuzen. Es ist eine interessante Variante eines sehr schönen Flugzeuges, welches jede Vitrine bereichert.

Herr Wolfram Michalski schrieb mir dies zu der Frage nach dem Verbleib der Mustang beim Zirkus Rosarius:
Ihre Frage zur P 51 B, die 1944 als Beutemaschine, beim Zirkus Rosarius eingesetzt wurde. Sie wurde nach der Erprobung, dort für Piloten der Jagdverbände im simulierten Kampf eingesetzt. Dabei wurde sie mit wenigen Ausnahmen nur von speziellen Piloten geflogen. Dabei ist sie ca. im Spätsommer, oder Anfang Herbst 44 zu Bruch gegangen, soweit ich noch aus der Literatur weiß ( siebziger Jahre).
In dem Buch Testpilot auf Beuteflugzeuge, schrieb der Autor das so ziemlich alle Flugzeuge der Alliierten bei der Luftwaffe erprobt und getestet wurden. Auch P 51, der verschiedensten Serien, sie waren allerdings für die Pilotenschulung stets zu wenig. In einem anderen Buch schrieb ein Pilot, wie man aus abgestürzten US Flugzeugen die Abgasturbolader ausbaute und durch leichte Modifizierungen an die DB Bombermotoren von He 177 montierte, mit dem Erfolg das sie bis ca. 11000 m volle Leistung abgaben.


Zum Bausatz:
Der Bausatz von Tamiya lässt keinerlei Kritik aufkommen. Ich habe nur einige kleine Veränderungen vorgenommen, wie eine neue Pilotenfigur und Ventura Decals (Neuseeland) eingesetzt. Die Maschine hat eine mit Model Master (Aluminium Metalizer) gespritzte Oberfläche, die anschließend poliert wurde. Die Besonderheit an diesen Beuteflugzeugen war, dass sie eine gelbe Unterseite hatten zum Schutz vor Flakbeschuss der eigenen Kanoniere. Außerdem wurden alle Balkenkreuze und Zahlen mit einer überdimensionalen Größe angebracht.