P-47D Razorback, 

Tamiya  1/48

 

 

Zum Original:

Die P-47 war die Weiterentwicklung der P-43.
Es handelt sich um eine sehr kompakte maschine, nicht nur wegen ihres großen Gewichts sondern auch wegen ihrer guten Flugeigenschaften.
Die Erstserie war die P-47B von dieser wurden 171 Maschinen hergestellt, es wurden 602 P-47C´s gebaut diese hatten schon eine Vorrichtung zur Aufnahme eines Zusatztankes.
Die meist gebaute Version war die P-47D, von dieser wurden 12559 Exemplare gebaut.
Die P-47D hatten entweder die Haube die mein Modell trägt oder wie die späteren die blasenförmige Vollsichthaube.
Nun mal kurz zu meinem Modell, der 2. Lt. William E. Roach ( P-47D5-RE YF*U, 42-8477,353 FG) landete am 07.11.1943 versehendlich in Caen/Frankreich auf einen deutschen Flugplatz.
Der Lt. Roach wurde gefangen genommen und blieb bis zum Ende des Krieges im Stalag Luft I in Barth.

Zum Bausatz:

Der Bausatz macht einen guten Eindruck wenn man die Schachtel öffnet.
Die Teile sind alle sauber gespritzt, was ja eigentlich schon als Tamiya Standart genommen werden kann.
Es lassen sich 2 Versionen der P-47D aus dem Bausatz darstellen, zum einen die Maschine von Lt. Frank Klibbe 56.FG, 61st. FS Halesworth UK März 1943, dann die Maschine von Capt. Walker Mahurin, 56th FG, 63rd.FS Halesworth UK März 1944.
Wir beginnen mit dem Bau des Cockpits, dieses ist super detailliert und man benötigt außer eventuelle PE-Gurte keine anderen Zurüstteile.
Beim Instrumentenbrett ist zwar das ganze Teil mit erhabenen Anzeigen dargestellt, es liegt jedoch ein Decalbogen mit durchsichtigem Trägerfilm dem Bausatz bei, so daß sich sämtliche Armaturen dem Instrumentenbrett anpassen.
Jedenfalls war es so bei mir, bis ich Weichmacher einsetzte und das Decals dann plötzlich kaputt in meinen Händen hatte.
Also musste ich mit einem kleinen Pinsel und schwarzer Farbe alle Instrumente nachmalen.
Das Cockpit besteht aus 10 Teilen, welche einfach zusammen gebaut werden können.

So jetzt zu den Bildern:

Das Cockpit ist gealtert worden, Trockenmalen mit Alufarbe.

Die linke Cockpitseite:

Das Cockpit komplett:

Die rechte Cockpitseite:

Die Tragflächen wurden verspachtelt, es stellte sich heraus das an einigen Stellen doch ein kleiner Spalt blieb.
Der Motor besteht aus 12 Teilen und lässt sich gut in das Modell einbauen,
ich habe den Motor mit Gun Metal (Testors/ModelMaster) mit dem Pinsel lackiert anschließend etwas poliert und danach mit Alu trockengemalt.
Da mein Modell einen Zusatztank hatte (im Original) habe ich bevor die Flächen zusammen geklebt wurden erst mal die Löcher für die ETC´s aufgebohrt.
Bauabschnitt 8 (Zusammenbau des Fahrwerkes) habe ich übersprungen, da das Modell ja bevor ich diese Fummelarbeit mache erst noch lackiert werden muss.
Ich machte mit Abschnitt 9 weiter, dem Bau der Klappen. Der Bausatz lässt folgende Optionen offen eingefahren oder ausgefahren.
Da mein Modell später schon am Boden stehen soll, habe ich die Klappen in Landestellung also ausgefahren dargestellt.
In der Literatur gibt es sehr gute Detailbilder von P-47 Razorbacks mit ausgefahrenen Klappen.
Schritt 10 ist dann das einkleben der Klappen in die Flächen.
Soweit erst mal bis hier her.
Die Kanonen werden später wieder durch Kanülen ersetzt.

Hier die Bilder:

Da im Moment der Kleber an der P-47 trocknet, konnte ich mich schon mal mit dem L3000S von Mauve/Japan beschäftigen.
Der Bausatz steht seinem großen Bruder in 1/35 in nichts nach, ich möchte sogar behaupten er ist noch einen Tick besser.
Hier mal das Bild mit Rahmen, Motor und Rädern.
Da ich leider keine anderen Farbvarianten im Netz oder in der Literatur fand, nahm ich mal an das auch die Mercedes L3000S mit solch einer Tarnung fuhren.
Die Sitze habe ich weggelassen da es sich bei meinem L3000 um eine reine Transportversion handelt.
Einige Teile wurden nachträglich ( Extra Platten auf den Seitenwänden) angebracht um so einen Unterschied zu haben als wenn man diese Teile ausgetauscht hätte.

 

Lackiert wurde der Mercedes mit ModelMaster Farben, die Grundfarbe ist RLM 66 (Schwarzgrau) mit Streifen in RLM 73 (Grün).

 

So das Dio, die Grundplatte besteht aus einer MDF Platte. Der See wurde aus Wassergranulat der Firma Noch hergestellt, er wird mit einer Heißluftpistole warm gemacht und verläuft dann so.

So jetzt wieder zur P-47D, diese wurde in Oliv Drab lackiert nur die gelben Luftwaffenkennungen kamen in RLM 04 dazu. Die Maschine blieb bis auf das gelb in US Luftwaffen Tarnung. So habe eben die P-47 etwas gealtert.
Das heißt Alterungspulver und mit Alu trocken malen, habe extra im Netz gesucht um einiges an P-47 zu finden wo und wie jetzt direkt die Alterungen waren.
Das komplette Modell wurde mit schwarzbraunem Alterungspulver eingestaubt und dann mit einem Tuch gleich wieder abgewischt, dadurch erhält man den Effekt, daß die Gravuren besser zum Vorschein kommen. Danach wurde mit dem Pinsel Alu trockengemalt.

 

So jetzt hier mal das komplette Diorama.

So da ich immer noch auf meine Eduard Express Mask warte, kam mir die Idee, daß auf dem Dio noch etwas Platz ist.
Die Firma Eduard änderte die Katalognr. was zu Problemen beim Bestellen und Liefern führt.
Da ich ja letztens schon in Polen die Bäume für mein Avia B-71 Dio mitbrachte fiel mir dort auch Stacheldraht in 1/35 in die Hände und für den Preis von ca. 1,20 € dachte ich mir kann man nichts falsch machen.
Also kam in die Lücke zwischen Bäume und See noch ein spanischer Reiter.
Dieser entstand aus Zahnstochern und einem Schaschlikspieß wo dann der Draht herumgewickelt wurde.