Bell P-39,

Eduard 1/48

Es handelt sich bei dem hier auf Originalfoto abgebildeten Flugzeug, um das von mir im  Modell gefertigte.
Das Foto stammt aus dem Internet ,von der Seite http://www.luftwaffe-experten.co.uk/.


Zum Original:

Über die P-39 wurde an anderer Stelle schon genug zum Original geschrieben. Ich befasse mich heute mit der P-39 als deutsches Beuteflugzeug.
Ich möchte mich auch mit dem Baubericht kurz fassen, da er bis auf das Anbringen der Decals mit dem anderen identisch ist.
In der Anfangsphase des Land/Lease Projektes wurden an die UdSSR 4924 P-39 geliefert.
Wie nicht anders zu erwarten stand eines davon dann im Erprobungszentrum der Luftwaffe in Rechlin. Leider gibt es von dieser P-39 nur Fotos, wo sie noch den roten Stern trägt.
Sie wurde aber auch beim Zirkus Rosarius, bei der Erprobung von Beuteflugzeugen eingesetzt.
Aber in dem Buch Lerche "Testpilot auf Beuteflugzeugen" steht geschrieben, die Maschine hätte den Code GE + DV gehabt. Des weiteren wird geschrieben das sie erprobt wurde und man in der Führung  überrascht über die Leistung der Kanone war. Für mich war der Bau deshalb interessant, weil es 1. Spaß macht das Modell von Eduard zu bauen und 2. Ich finde die Maschine einfach genial. 

Zum Modell:

Das Modell stammt von Eduard. Beim Öffnen des Kartons stellt sich heraus das verschiedene Versionen gebaut werden können. Ich habe schon eine P-39 gebaut und war über die Details sehr überrascht. Man kann fast sagen, wenn die kleinen Spachtelarbeiten zwischen Tragfläche und Rumpf nicht wären, würde sie sich von selbst bauen. Sehr gut finde ich, dass man bei Eduard daran gedacht hat, ein Ausgleichsgewicht mit in den Bausatz zu legen. Denn schließlich hatte die P-39 ein Bugfahrwerk und soll später darauf auch stehen. Das Cockpit ist gut detailliert. Man wäre aber gut beraten gewesen, Sitzgurte mit hinein zugeben. Deshalb habe ich diese aus dem Fachhandel bezogen und eingebaut. Das Instrumentenbrett ist sehr gut dargestellt. Es wurde von mir nach dem Einbau gealtert. Sämtliche Hebel sind ebenfalls enthalten und da man die Türen offen lassen kann, sieht man später auch die kleinsten Details. Etwas komplizierter wird dann der Bau des Bugfahrwerkschachtes, aber wenn man es ganz sacht angehen lässt, klappt es auch. Ich habe 3 Versuche benötigt, um ihn fertig zu bekommen. Wie oben schon beschrieben, benötigt man für den Übergang Tragfläche/Rumpf etwas Spachtelmasse. Dem Bausatz liegen abgeflachte Räder bei, man braucht also nicht die teueren aus dem Fachhandel kaufen. Meine P-39 wurde im Original von Flugkapitän Werner Lerche geflogen. Er war mit dafür zuständig das Beuteflugzeuge von ihren Notlandeplätzen nach Rechlin überführt worden sind.

Bemalung:

Die Bemalung war wie bei allen anderen Beuteflugzeugen. Die Oberseite wurde
in Oliv Drab (ANA 613) belassen, während die Unterseite Gelb lackiert wurde.
Wie schon an anderer Stelle berichtet lag Rechlin auf dem Anflugweg für die feindlichen Bomber auf ihren Weg nach Berlin bzw. zu anderen deutschen Städten.
Die Flaksoldaten (ich möchte sie keineswegs kritisieren oder beleidigen, schließlich ging es auch um ihr Leben), schossen aber zu diesem Zeitpunkt auf fast alles was am Himmel flog und sich nicht identifizieren konnte oder wollte.
Daher die überdimensionalen Balkenkreuze und Buchstaben auf den Beuteflugzeugen.
Es war schon schwierig genug mit unbekannten Flugzeugen zu fliegen, aber auch noch in eine Flakzone einzufliegen und beschossen zu werden,  war so in etwa das schlimmste was einem Piloten passieren konnte.
Die Decals stammen aus der Grabbelkiste und die Buchstaben sind Abreibebuchstaben aus dem Schreibwarenhandel.

 

Fazit:


Das Preis/Leistungsverhältnis ist sehr gut.
Wieder ein gutes Modell in der Vitrine aus dem "Zirkus Rosarius". Nicht alltäglich.

Literatur:

Aviation Publication Bert Kinzey Detail & Scale P-39 Vol. 63

Mau/Stapfer „Unterm Roten Stern“ 

Amerikanische „Kampfflugzeuge des 2. Weltkrieges“

Internet (Beuteflugzeuge)