MiG-21 bis,

Academy 1/48 

Zum Original:

Eine Ausschreibung des Jahres 1953 für einen bodengeführten Hochleistungs-Abfangjäger führte zur MiG-21. Man erprobte 2 Versuchflugzeuge, einen mit Deltatragflächen und einem mit normalen Tragflächen.
Danach begann dann die Serienfertigung, dass die MiG zu einem der meistgebauten Flugzeuge machte.
Ihren "scharfen" Einsatz erhielten die MiG-21 dann im Vietnamkrieg.
Ich möchte mich hier aber nur auf ihre Einsatzzeit in der NVA (Nationalen Volksarmee) beschränken, da das Modell ein Flugzeuge des Jagdgeschwaders 8 "Hermann Matern" darstellt, welches bis 1990 mit der MiG-21 bis in Marxwalde ( heute Neuhardenberg) ausgerüstet war.
Zu ihrem Einsatz in der NVA der DDR, in der Mitte des Jahres 1962 erhielt die DDR ihre ersten MiG-21 F-13. Der erste Start eines NVA Piloten erfolgte am 11.04.1962 noch in der UdSSR während der Umschulung.

Ab 1964 wurde in der DDR Luftwaffe dann die MiG-21 PFM eingeführt, sie unterschied sich von der F-13 durch:
- bessere Funkmessausrüstung
- es war jetzt ein Allwetter-Abfangjagdflugzeug
- das Staurohr wurde +von unten über den Rumpfbug verlegt
- der Rumpf hatte einen größeren Durchmesser
- eine höhere Schubleistung des Triebwerkes
Im Zeitraum 1964/64 übernahm die NVA ein weiteres Allwetter-Abfangjagdflugzeuge vom Typ MiG-21 SPS, ein Flugzeug der 2. Generation von der MiG-21.
Unterschiede:
- ein verbreitertes Seitenleitwerk
- Bremsschirm
- Abblasen der Grenzschicht ( führte zur Verringerung der Lande- und Aufsetzgeschwindigkeit)
- Kabinendach ist 2 geteilt und lässt sich zur Seite aufmachen, bei den Vorgängern war die Cockpithaube aus einem Stück und war nach vorn zu klappen
- Neuer Schleudersitz KM-1

1968/69 wurden die ersten neuen MiG´s der 3. Generation bei der NVA eingeführt es handelt sich dabei um die MiG-21 M, sie unterscheidet sich ganz deutlich von den Vorgängern.
Unterschiede:
- fest unter dem Rumpf eingebaute zweirohrige 23-mm- Kanone GSch-23
- unter jeder Tragfläche befinden sich 2 Aufhängungen
- sie hat ein gebogenes nach rechts versetztes Staurohr mit kleinen Flügeln
- breiterer Rumpfrücken 
- neue Triebwerke

Im Jahre 1972/73 kamen dann die ersten MiG-21 MF zur Truppe, da sie die ersten mit Sichtschutzanstrich waren bekamen sie von der Truppe den Namen " Mit Farbe" (MF).
Äußerlich kann man die MiG-21M und die MF nicht von einander unterscheiden.
Unterschiede:
- Rückspiegel auf dem Kabinendach
- Leistungsstärkeres Triebwerk
- Neue Werkstoffe wurden verwendet

Nun zu der MiG-21 die im Modell dargestellt ist.
1975 begann in der UdSSR der Serienbau der letzten MiG-21 Reihe, der 4. Generation.
Der Serienbau endete 1983 in der UdSSR, jedoch die VR China, die Tschechoslowakei und Indien stellten die MiG in Lizenz her.
Obwohl die MiG-21 bis äußerlich und vom Konstruktionsprinzip früheren MiG-21 Generationen entspricht, war sie jedoch im Grunde ein völlig neues Flugzeug.
Unterschiede:
- die Flugzeugzelle wurde komplett überarbeitet
- neuer Rumpfrücken, durch neue Treibstofftanks
- neues Triebwerk
- keinen Bordrechner
- neue Bewaffnung und Avionik
- neues Nahnavigationssystem
- neues Funkmessgerät
- es gab von der MiG-21 der 4. Generation keine doppelsitzigen Schulmaschinen

Die MiG-21 bis blieben bis zur Übernahme der NVA in die Bundeswehr ein Einsatz und wurden danach erst ausgemustert.

Zum Bausatz:

Nach soviel trockenem Material über die MiG nun zum Bausatz.
Also erst mal etwas ganz wichtiges da wo bei Academy MiG-21 MF draufsteht ist nicht immer eine MiG-21MF drin. In dem Kasten Bausatznummer 2171 ist eine MiG-21 bis drin.
So zum Bau, dass Cockpit legen wir erst mal bei Seite und besorgen uns ein schöneres von der Firma Pavla, passend für unsere bis-Version.
Dann können wir die Rumpfseiten abschleifen, da ich mir ja das Resin-Cockpit geholt habe brauchen wir die eingeprägten Schalter nicht mehr.



Der Bausatz ist einfach relativ einfach gehalten, wie anscheinend die Original MiG auch, alle Bauabschnitte kann man schon vorher zusammen bauen und später nur noch vervollständigen.
Da ich eine MiG-21 des ehemaligen Jagdgeschwaders 8 bauen wollte musste ich mir erst einmal Literatur beschaffen.
Aber in der Bibliothek der AIK der Bundeswehr wurde ich dann fündig und lieh mir dort Hefte aus, siehe Anhang.
Man hat bei dem Modell die Möglichkeit alle Klappen geöffnet oder geschlossen darzustellen.
Durch einen Angehörigen des JG 8, der später dieses Modell bekommt, erfuhren wir das nicht alle MiG-21 Bis den Sichtschutzanstrich hatten. So lackierte ich die Maschine in Naturmetall.
Der Rest Fahrwerk und Klappen sind dann nur noch ein Kinderspiel um die Maschine zu komplettieren.

Zur Lackierung:

Das Modell wurde mit Testors Aluminium polierbar lackiert und anschließend poliert.
Dann kam das Finish von Gunze Sangyo drauf um die Farbe zu versiegeln.

Fazit:

Einfaches und leicht zu bauendes Modell von Academy, Preis/Leistungsverhältnis ausgezeichnet.

Quellen:

Squadron Signal MiG-21 in action Nr. 131

W.Kopenhagen Flugzeuge und Hubschrauber der NVA Band 1 und 2

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