Mikojan MiG-19PM,
Trumpeter 1/48
Zum Original:
Im August 1959 erhielt das Jagdgeschwader 3 „Wladimir Komarow“ die ersten Überschalljagdflugzeuge
vom Typ MiG-19.
Das JG-3 besaß 12 MiG-19S und 12 MiG-19PM ( PM russ. für Abfangjäger modernisiert), die Unterschiede zwischen beiden MiG-19 Varianten
waren:
MiG-19S
MiG-19PM
3x 30 mm Kanonen
Keine Kanonen
nur 4 gelenkte Luft-Luft Raketen RS-2US
(K-5)
Optisches Visier ASP-5
Von den 24 gelieferten MiG-19 stürzten 4 MiG-19S und 5
MiG-19PM, dies brachte der MiG den Namen „Witwenmacher“ ein.
Mein Modell stellt eines der abgestützten Flugzeuge dar,
es ist die „512“ (Werknummer 65210930, Indienststellung am 20.10.1959).
Diese stürzte am 02.10.1963 infolge Pilotenfehlers bei Coswig ab.
Der Pilot, Oberleutnant Roland Rößner stirbt
bei diesem Absturz.
Hier ein Originalbild der MiG-19PM „512“:

Quelle: W. Kopenhagen: „Flugzeuge und Hubschrauber der
NVA 1956-1970“ MV der DDR
Zum Bausatz:
Ich habe den Bausatz auf einer Ausstellung für 10.-€ erworben,
für den Preis kann man nichts falsch machen.
Der Bausatz macht beim Öffnen einen sehr
guten Eindruck, er ist sehr detailliert.
Dem Bausatz liegen Bomben ( der Typen:
OFAB-500, OFAB-250 und OFAB-100 bei, weiter noch Raketen des Typs RS-2US). Diese
kommen später in unsere Grabbelkiste.
Leider haben ich beim stöbern in der
Literatur festgestellt, dass die Decals der NVA Maschine die dem Bausatz
beiliegen nicht korrekt sind. Im Bausatz liegen Decals drin, die ab 1963 verwendet
wurden, brauchen tun wir allerdings welche die ab 1960 zum Einsatz kamen. Des
wegen habe ich mir von Flieger Revue-Tom den Decalsatz Best.Nr. 5074 NVA-1:48-1956-1975
gekauft.
Dort steht auch drin das alle Versionen der MiG-19 in der NVA das Decal
B (des Decalssatzes) hatten.
Für den Bausatz besorgte ich mir auch den
Eduard Ätzteil Satz 48-309, er war bei einem Online Fachhändler als
Sonderangebot zu haben. Es ist nur Schade das man von diesen Teilen später nach
dem Zusammenbau nicht mehr viel sieht.
Zum Bau:
Ich habe mir erst mal alle Baupläne in der richtigen Reihenfolge hingelegt,
den Bauplan des Bausatzes und die 3 Baupläne für die Eduard Ätzteile.
Den Bau habe ich dann mit dem Schleudersitz begonnen, die Bauanleitung des
Bausatzes gibt zwar das Reflexvisier an. Da dieses aber erst ganz zum Schluß
eingebaut werden kann, lassen wir es zum Anfange erst einmal außer acht.
Hier mal Bilder des Schleudersitzes:

Danach bauen wir das Instrumentenbrett zusammen, es besteht beim Eduard
Detailsatz aus 6 Teilen. Das ganze bekam dann noch einen Tropfen Klarlack
spendiert auf die Instrumente.
Beim Zusammenbau des Instrumentenbrettes kam dies mal das Wachspachtelgerät
mit dem ETCH-Grip zum kleben für Ätzteile zum Einsatz.
Jetzt habe ich mit dem Cockpit angefangen, also erst einmal alle kleinen
Schalter abgetrennt und durch PE-Teile ersetzt.

Dann wird der Bug ( Fahrwerksschacht, Cockpit und Lufteinlauf) zusammen
gebaut und in den Rumpf eingepaßt.
Nicht vergessen!!! Es muß Ballast in den
Rumpfbug. Dann mal zur Probe auf die Fahrwerke
stellen.
Beim Rumpf wurden jetzt noch kleine Klappen ausgesägt.
Nun mußte ich bei der Paßprobe feststellen, dass es einige Spalten zum schließen
und zu bearbeiten gab.
Nach dem alles verschliffen war kümmerte ich mich um die Triebwerke, diese
wurden auch abgesägt und mit PE-Teilen verfeinert.

Jetzt wurde grundiert (ModelMaster Acryl weiß), anschließend wurde
in ModelMaster Acryl Silber lackiert.
Jetzt da alles trocknet konnte ich weitere PE-Teile an das Modell kleben, so
kamen einzelne Teile jetzt in den Fahrwerkschächten dazu.
An die Fahrgestelle kamen Bremsleitungen und die Fahrwerksklappen wurden durch PE-Teile ersetzt.
Jetzt wurde alles komplettiert.
Nun kamen zum Abschluß noch die Decals an das Modell.
