Messerschmitt Me-410,
Revell 1/48
Zum Original:
Obwohl bereits über die Messerschmitt Me-410 einiges geschrieben wurde, hier
eine kleine Auffrischung von mir.
Im Jahre 1938 wurde durch das RLM
(Reichsluftfahrtministerium) verfügt das die Firma Messerschmitt sich schon
Gedanken über das Nachfolgemodell der Me-110 machen sollte. Messerschmitt machte
sich ans Werk und schuf die Me-210, die leider eine völlige Fehlkonstruktion
war.
Nachdem Messerschmitt ohne den Großauftrag abzuwarten schon Rümpfe
herstellen ließ (es war noch nicht raus ob die Me-210 in Serie geht).
Nach
verschiedenen Abstürzen an der Front und auch bei den Erprobungsstellen, wurde
die Me-210 Produktion sofort gestoppt. Der Versuch Messerschmitts die
Me-210 radikal zu überarbeiten führte zur Me-410, die eigentlich ein
neues, eigenständiges neues Flugzeug war.
Es wurden insgesamt
hergestellt Me-210 462, Me-410 465 Stück. Es hat jedoch nur eine einzige Me-410
„überlebt“ sie steht heute im RAF Museum Hendon.
Das gute daran ist das von
Zeit zu Zeit wieder die hervorragend restaurierten Triebwerke
erklingen.
Zum Bausatz:
Beginnen tun wir wie immer, mit dem Cockpit. Nachdem ich Hefte und Bücher
gewälzt habe nur um zu wissen wie sieht die Kiste nun eigentlich innen aus,
verging ein wenig Zeit.
Doch diese Mühe lohnt sich später, da man die
Cockpitteile auch geöffnet darstellen kann hat man gute Einsichten auf die
beiden Cockpits.
So kamen bei mir eigentlich nur die geätzten Sitzgurte zur
Anwendung da der Rest schon gut detailliert ist.
Die einzige Schwierigkeit
die ich beim Zusammenbau des Cockpits hatte, war der Einbau der Periskope für
die seitlichen MG 131. Aber nach mehreren Anläufen klappte es doch ganz
gut.
Des weiteren ist die Kanzelverglasung ein wenig zu dick geraten, aber
daran lässt sich außer eine neue ziehen ( so blöd bin ich nicht) nichts ändern.
Mit viel Fingerspitzengefühl geht es auch so.
Besonders zu erwähnen ist, das
man bei Revell dieses mal daran gedacht hat die Rohre der 20-mm-Kanonen auf zu
bohren. Auch hat man gelernt dem Bausatz abgeflachte Räder bei zulegen.
Man
hätte sich nur bei der Konstruktion der beiden FDLS mehr Mühe geben können, sie
sind starr. Ein wenig Bewegung hätte ihnen nicht Schaden können.
Der weitere
Zusammenbau der Tragflächen bringt keine Schwierigkeiten, nur beim späteren
Anbau der Motorverkleidungen an die Tragflächen benötigt man die
Spachtelmasse.
Der Zusammenbau des Fahrwerks verlangt nur ein wenig
Fingerspitzengefühl, geht aber ansonsten reibungslos von der Hand.
Sinnvoll
ist es auch von Revell dem Bausatz Figuren bei zulegen, zwar muss der Pilot oder
der 2. Mann einen mächtig langen Flug planen bei solch einem Aktenkoffer. Aber
wer weiß.
Zur Bemalung:
Meine Maschine (Modell) stellt das Einsatzflugzeug von Major Eduard Tratt
dar.
Dieser flog während des Krieges beim ZG 1/ SKG210/ ZG 2 und ZG 26, er
flog 350 Einsätze als Zerstörerpilot und schoss dabei 38 Gegner ab.
Er wurde
am 22.02.1944 während eines Abwehreinsatzes am Tage gegen amerikanische
Tagbomber über Nordhausen tödlich abgeschossen.
Seine Maschine war in den
Farben Oberseite RLM 74/RLM 75, Unterseite und Seiten bis zum Cockpit waren RLM
76 die Seiten waren mit Tupfen in den Farben RLM 74/ RLM 75 und RLM 02
gespritzt.
Für die Lackierung der Cockpithaube arbeitete ich das erste mal
mit den Abdeckfolien der Firma Eduard, diese sind schon vorgeschnitten und
müssen auf die Innen- und Außenseiten geklebt werden. Gutes Prinzip, man kann
sich daran gewöhnen.
Fazit:
Top Bausatz, auf den die Modellbauer in diesem Maßstab schon Jahre warten
mussten. Es hieß immer er kommt von Dragon und gekommen ist er erst von
Revell/Monogram. Dieser Bausatz ist so gut und empfehlenswert das ich mir
den von Monogram auch geholt habe.
Dieser wird jedoch ... , nein das wird
noch nicht verraten.
Quellen:
Wydawnictwo Militaria Nr. 33 Me-201/410
Heinz Mankau/Peter Petrick Messerschmitt Me-110/Me-210/Me-410 erschienen
im Aviatic Verlag