Messerschmitt Me-262 Schwalbe, 

Revell 1/48
 

Zum Original:


Die Messerschmitt Me-262 wurde 1938 konstruiert, durch anfängliche Schwierigkeiten wurde sie aber erst ab 1944 in Dienst gestellt.
Der 1. Prototyp ging im August 1941 mit einem Kolbenmotor an den Start, da die Triebwerke Jumo 004 und BMW 003 noch nicht Serienreif waren.
Der Erstflug mit den Junkers Triebwerken 109-004 fand dann im Juli 1942 statt.
Hitler genehmigte die Produktion allerdings nicht als Jagdflugzeug sondern als Bomber, Messerschmitt hatte ihm geantwortet die Möglichkeit die Me-262 mit Bomben zu bewaffnen wäre keine Schwierigkeit, Messerschmitt sollte sich irren.
Die Messerschmitt Me-262 kam erst zögernd bzw. schleppend zu den Einheiten und die Jagdverbände erhielten Anfangs keine einzige „Schwalbe“.
Mein Modell stellt eine Maschine des Kommandos Nowotnys dar, dieser Major Nowotny bekam von Generalleutnant Galland den Befehl ein schlagkräftiges Geschwader aufzubauen und damit zu beweisen das die Me-262 ein Jagdflugzeug wäre.
Major Nowotny starb während eine Einsatzes gegen US-Bomber, als er laut Quellen von der eigenen Flak infolge Wolkenbedeckung abgeschossen wurde.

Zum Bausatz:


Der Bausatz macht wie alle anderen beim öffnen einen guten Eindruck, da es sich um das alte Dragon Modell handelt.
Revell und Italeri haben die beiden Formen gemeinsam für ihre Bausätze genutzt.
Der Zusammenbau beginnt wie immer bei Fliegern mit dem Cockpit, ich habe mich entschlossen Color Gurte der Firma Eduard zu verwenden.
Dann beginnt die Bemalung des Instrumentenbrettes und der umfangreichen Cockpitausstattung.
Es wurde von mir ein wenig gealtert und die Instrumente mit einem kleinen Tropfen Klarlack etwas plastischer dargestellt, leider sieht man dieses auf den Bildern schlecht.
Revell gibt Farben an die man in den seltenen Fällen nachvollziehen kann, so sollen die Innenwände der Rumpfhälften z.B. Alu sein, da aber nach Lw. Dienstvorschrift alle Maschinen nach 1943 RLM 66 Schwarzgrau sein sollen entschied ich mich nach Lw. Dienstvorschrift zu gehen.
Nach dem das Cockpit fertig ist, befassen wir uns mit dem 4 Mk-108 Kanonen.
Ich wollte die Läufe erst durch Kanülen ersetzen, habe dann aber doch davon wieder Abstand genommen weil man es später nicht sieht.
Das Problem ist hier bei, dass man das Ausgleichgewicht dann sehr schwer unter die Abdeckung der Bugnase bekommt, aber mit ein wenig Druck klappt es dann schon.
Nun können wir die Rumpfhälften, das Cockpit, die Bewaffnung und die Zusatzteile ( Sauerstoffflaschen usw.) einbauen und zusammen kleben.
Nun müssen wir uns auch langsam entscheiden welchen Typ der Me-262 wir bauen wollen, die Möglichkeit des Jagdflugzeuges und des Nachtjäger Prototypen besteht.
Die Klappen der Bewaffnung lasen sich geöffnet bzw. geschlossen darstellen, ich entschied mich an Hand der Details für die geöffnete Variante.
Besonders Augenmerk gilt den Tragflächen, der Fahrwerksschacht ist mehr als detailliert und wird in Alu lackiert.
Ich habe mich hier für Alu poliert von Testors entschieden, sieht meiner Meinung nach besser aus. Da die Me-262 nicht lange genug im Einsatz war um normales Alu zu benutzen.
Man hat ebenfalls die Möglichkeit verschiedene Seitenruder zu verwenden, da der Bausatz die Möglichkeit eines anstellen der Leitwerkes hat nutzte ich diese aus.
Als nächsten Schritt sieht die Bauanleitung vor die Tragflächen und ihr Innenleben zusammen zu bauen. Beim zusammenkleben des Rumpfes und der Tragflächen entstehen einige minimale Spaltmasse, die aber leicht mit Spachtelmasse verschlossen werden kann.
Der Zusammenbau der Triebwerke macht keinerlei Schwierigkeiten.
Ich habe die Rosten für die R4M Raketen angebaut, jedoch auf die WGr. 21 "Dödel" verzichtet.
Das Fahrwerk passt gut in die Schächte, jedoch sollte man Literatur über die Me-262 bei der Hand haben, da einiges in der Bauanleitung nicht so rüber gebracht wird.
Die Cockpitverglasung wurde mit Eduard Express Mask und Weißleim maskiert und dann mit dem Pinsel bemalt.
Dann noch die Antennen an das Modell, die Positionsleuchten ( wurden mit Tamiya Clearfarbe bemalt) angebracht und fertig.
Ich habe den Ballast weggelassen und die Me-262 auf das Dio (mit Weißleim) aufgeklebt.
Da ich nicht wußte wie die Gummibereifung auf Sekundenkleber reagiert, habe ich mich für Weißleim entschieden.
Ich baute dann die Antennen an, dann nur noch die Flächenpositionsleuchten.
Diese Positionsleuchten wurden mit Tamya Clear Farben bemalt.
Das Abschlußfinish bekam das Modell noch mit Testors Mattlack ebenso wurde das ganze Dio noch einmal mit Mattlack übergepustet.
Das Finish erfolgte jedoch bevor die Cockpitverglasung und die Positionsleuchten an das Modell befestigt wurden.

Fazit:


Gutes Modell was auch für Einsteiger in unser Hobby geeignet ist. Gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Quellen (Literaur):

Manfred Jurleit "Strahljäger Me-262 im Einsatz"

Willy Radinger/Walter Schick "Messerschmitt Geheimprojekte"

David Donald "Die deutsche Luftwaffe"