Lawotschkin La-7,
Gavia in 1/48

Oberstleutnant
S.F. Dolguschin in der Mitte unter seinen Leuten.
Zum Original:
Obwohl die La-7 eine Weiterentwicklung der La-5 darstellte,
hatte man sie als einen reinen Abfangjäger projektiert und zur Ergänzung der
La-5 bestimmt.
Die La-7 flog im November 1943 zum ersten mal. Sie machte auf
alle beteiligten einen souveränen und zuverlässigen Eindruck. Sie wurde im Mai
1944 in Dienst gestellt und es wurden von ihr insgesamt 5753 Maschinen
hergestellt.
Die La-7 besaß ein Ash-82 FNV Sternmotor mit einer Leistung
von 1850 PS.
Die Maschine ereichte somit eine Höchstgeschwindigkeit von
761 km/h.
Ihre Bewaffnung bestand aus 2 bzw. später 3
20-mm-Maschinenkanonen, sie konnte aber auch an Unterflügelträger Raketen oder
Bomben mitführen.
Genug trockene Daten und Zahlen.
Zum Modell:
Das Modell stammt von der tschechischen Firma Gavia.
Die 69 Teile sind alle samt sauber gespritzt und gratfrei.
Der Zusammenbau erfolgt laut Baubeschreibung, ist immer
besser so. Später kann man alles in Baugruppen einteilen und am Ende alles
zusammen setzen.
Wir beginnen mit dem Innenleben der Tragflächen oder besser
mit den Ansaugschächten.
Beim zusammenbauen des Cockpits empfiehlt es sich das MBI
Heft über die La-7 zur Hilfe zunehmen, da dort Farbfotos der Maschine aus Prag-Kbely abgedruckt sind.
Das Cockpit könnte man noch mehr aufwerten, aber die dazu
benötigten Zurüstteile gibt es im Augenblick noch nicht, ich weiß nur etwas
von Ätzteilen für die La-7, doch wo bekommt man diese schon her.
Also baute ich sie aus dem Kasten, mit ein paar wenigen Detailänderungen.
Ich habe wie immer das Cockpit gealtert und die fehlenden
Gurte durch Ätzteile von Extra-Tech ersetzt.
Da das Cockpit offen dargestellt werden kann, sieht man auch
die kleinsten Details.
So habe ich die Griffe, womit die Kanonen durchgeladen
werden, aufgebohrt um den Cockpit Eindruck realistischer zu machen.
Das selbe tat ich mit dem Trimmrad, dieses war als ganzes
ausgegossen und ich bohrte es wieder auf. Ich bin es von Hasegawa
Modellen gewöhnt, dass diese offen sind und es sieht einfach besser aus. Auf
Ideen kommt der Mensch, aber es sieht gut aus.
Zu dem habe ich
diesmal ausprobiert, auf das Instrumentenpaneel, dort wo die Anzeigen sind mit
Klarlack zu arbeiten um so einen plastischen Eindruck
von "hinter Glas" darzustellen.
Außerdem macht das bisschen Mehrarbeit nun auch keine größeren Schwierigkeiten mehr.
Der weitere Zusammenbau macht keine Probleme. Es ergeben sich
im Bereich der Übergänge Rumpf/Tragfläche nur einige kleinere
Spachtelarbeiten.
Auch im Bereich der Kanonen / Motorabdeckung sind einige
kleine Spachtelarbeiten zu erledigen.
Vorsicht ist allerdings bei dem Einbau der Öffnungen (Läufe)
für die Kanonen geboten, nicht zuviel Kleber nehmen. Sieht später ganz schön
blöd aus.
Ich überlege noch ob ich sie durch Kanülen ersetze, ist
vielleicht doch besser.
Es ist aber bestimmt nicht meine letzte Lawotschkin La-7,
dass steht schon mal fest.
Ich warte nur auf neue Decals und dann baue ich die Maschine
von Major Sultan Achmed Khan, dessen P-39 ich ja schon gebaut habe.
Die Decals sind gekommen und nun kann es weiter gehen, sofern ich im
Moment noch Zeit für mein Hobby finde.
Ich habe mir von Sören noch einmal
erklären lassen, wie er das mit den Antennen macht. Damenstrumpfhose besorgen,
aber nicht erwischen lassen beim kaputt machen. Einen Faden heraus gezogen, mit
Sekundenkleber bestreichen, einen Moment warten und schon ist der Antennendraht
fertig (siehe Foto).

Nun ich habe es probiert und
es ist gut geworden, finde ich. Es ist aber eine Sauarbeit.
Zur Bemalung:
Meine Maschine stellt das Flugzeug von Oberstleutnant S.F.
Dolguschin, Kommandant der 156. FAR dar. Er errang während des 2. Weltkrieges,
oder besser während des Großen Vaterländischen Krieges, 17 bestätigte Abschüsse
(allein) und 11 Teilabschüsse.
S.F. Dolguschin flog 500 Einsätze davon 120
Bodenangriffe und 86 Aufklärungsflüge.
Er wurde im Mai 1942 Held der Sowjetunion nach 7 Abschüssen
und 4 Teilabschüssen, außerdem erhielt er 2 x den Leninorden, 4x den
Rotbannerorden,
2 x den Orden des Vaterländischen Krieges 1. Klasse und
den Roten Stern eines Helden der Sowjetunion 2 mal überreicht.
Die Maschine gefiel mir durch ihr rot/weißes Leitwerk und
der roten Motorfront mit dem Emblem eines Helden der Sowjetunion. Ist eine
interessante Farbgebung und für mich recht ungewöhnlich für die russischen
Luftstreitkräfte bzw. ihrer Piloten.
Die Maschine war sonst überall blaugrau (russische Bezeichnung AMT 11) die
Unterseite war hellblau (russische Bezeichnung AMT 7).
Diese Farben wurden im
Sommer 1943 eingeführt und bis Kriegsende beibehalten.
Leider fand ich zur Person Dolguschin nur eine russische
Internetseite und mein Russisch liegt schon eine Weile (19 Jahre) zurück.
Aber ein guter Freund (Sören Bartusch) hatte ein Buch bei
der Hand, wo er mir aus dem englischen einige Textstellen zu Dolguschins Person
einiges übersetzte und es mir dann zuschickte.
Noch ein kleiner Tipp, in dem neuen Gavia Professional Pack befinden sich die
Decals für Oberstleutnant S.F. Doguschins La-7 und weitere.
So nun brauche ich
nur noch die Antenne anmalen und die erste Lawotschkin La-7 wäre fertig.

