Gavia Lawotschkin La-7 in 1/48

Zum Original:

Die Maschine die ich baute gehörte während des Großen Vaterländischen Krieges zur 9.IAP.
Pilot dieser Maschine war Major Sultan-Ahmed Khan, er schoss während des Krieges 30 Flugzeuge ab und war an 19 Gruppensiegen beteiligt.
Einiges zur Person von Sultan-Ahmed Khan:
Geboren wurde er am 25.10.190 im tatarischen Aul Alupka auf der Halbinsel Krim. 1940 schloss er seine Pilotenausbildung ab und wurde als Leutnant in den Odessaer Militärbezirk zur 4.IAP versetzt.
Er begann den krieg auf Polikarpow I-153 „Tschaika“ und griff die vorrückenden deutschen Truppen hauptsächlich mit Bodenangriffen an.
Am 31.05.1942 errang er seinen ersten Luftsieg, er rammte mit dem Flügel seiner Hurricane die Tragfläche der Junkers Ju-88. Er hatte Glück das er das Bewusstsein vor dem Aufprall auf die Erde wieder erlangte und mit dem Fallschirm sicher landete.
Als das Oberkommando beschloss „Elitestaffeln“ aufzustellen gehörte Ahmed Khan zur 9.IAP in diesem Verband flogen Piloten wie M.D. Baranow ( 24 LS), A.W. Alejuchin ( 40+17 LS) u.a. spätere Asse.
Im August 1943 wurde er zum ersten mal mit dem Goldenen Stern eines Helden der Sowjetunion ausgezeichnet.
Nach der Befreiung der Krim wollte er seinen Familie besuchen, aber das Wiedersehen endete unfreundlich. Da Stalin die Krimtataren als zu „deutschfreundlich“ einstufte wurde seine Familie vom NKWD ( russ. Geheimdienst) abgeholt und deportiert.
Dank der Hilfe des Generals Chrjukin konnte Ahmed Khan seine Mutter retten, sein Bruder jedoch sah er nie wieder.
Dann wurde sein Regiment auf die La-7 umgeschult und er flog dann in der 303.IAP nach Litauen verlegt.
In dieser Division kämpfte auch das Geschwader „Normandie/Njemen“ ( das aus französischen Piloten bestand).
Seinen letzten Luftsieg errang er am 25.04.1945 über dem Flugplatz Schönefeld, sein 30.LS war einen FW-190. Am 26.07.1945 wurde er zum 2. mal mit dem Goldenen Stern geehrt.
Nach dem Krieg verfiel er dem Alkohol, als Bruder eines „ Verräters“ wurde er ständig vom NKWD überwacht. Als seinen alten Kampfgenossen schon alle befördert worden waren hatte man ihn rigoros übergangen.
Nur mit Hilfe seiner Kampfgefährten konnte er schließlich Testpilot werden. Am 01.02.1971 explodierte die Tupolew Tu-16 während eines Testfluges in der Luft. Ahmed Khan und seine Besatzung starben dabei den Fliegertod.

Zum Bausatz:

 

Ich hatte mir für diese La-7 Ätzteile der polnischen Firma Part gekauft. In diesem Ätzteilsatz befinden Ätzteile für das verfeinern des Cockpits und Teile für das Fahrwerk.
Der Zusammenbau geschieht nach Bauplan.
Beginnen sollte man mit den Tragflächen um später dann das Cockpit darauf setzen zu können.
Ich habe nicht den Profipack von Gavia sondern den ganz normalen Bausatz dieses Herstellers gekauft.
Den Sitz kann man durch geätzte Gurte aufwerten, ich habe mich dieses mal für die Decals aus dem Bausatz entschieden.
Die Passgenauigkeit des Bausatzes ist hervorragend, nur an den Übergängen Rumpf/Tragfläche kommt etwas Spachtelmasse zum Einsatz.
Dem Bausatz liegt Maskierfolie für die Kanzel, den Rädern und der Motorhaube bei.
Die für die Motorhaube benötigte ich nicht, da diese nur für die Maschinen von I.N. Koshedub und F.M. Kosolapow gebraucht werden.
Ich lackierte die Maschine mit folgenden Testors Farben:
2126 Russian Topside Blue für die Unterseite,
2121 Russian Underside Gray Oberseitentarnung
1723 Gunship Gray ebenfalls Oberseitentarnung.
Zur kurzen Erklärung, diese Farben kommen der ehemaligen russischen Farbangabe an nächsten.
Für meine Recherchen kaufte ich mir das Heft von MBI Lawotschkin La-7, dort sind Farbprofile der La-7 enthalten. Dort fand ich auch die Maschine wieder die mein Modell jetzt darstellt.
Ich wollte diese La-7 bauen, weil mich das Leben von Sultan-Ahmed Khan sehr bewegt hat. Vor allem wie man die Familie eines Helden der UdSSR einfach deportiert und umbringen kann, wenn dieser Pilot sein Leben für die Freiheit des gesamten russischen Volkes täglich einsetzt.

 

Fazit:

 

Gutes Preis/Leistungsverhältnis wenn man den Bausatz in Tschechien kauft, hier finde ich ihn ein wenig überteuert mit ca. 28.- €
Passt genau in die Vitrine neben seine Airacobra die ich ebenfalls schon baute.