Il-2m3, Accurate Miniatures im Maßstab
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Zum Original:
Die Il-2m 3
wurde im August 1942 in Dienst gestellt und in 36183 Exemplaren
hergestellt, diese Zahl umfasst alle gebauten Il-2.
Diese neue Il-2 m3
war konstruiert worden, weil sich die Vorgängerversion durch fehlende
Rückwärtsbewaffnung als anfällig erwies und enorme Verluste durch die deutsche
Luftwaffe hinnehmen musste.
Viele Piloten die Il-2 flogen waren am Ende des
Krieges „Helden der Sowjetunion“.
Es war keine Seltenheit weibliche Piloten
ebenfalls in Schlachtgeschwadern einzusetzen. Die Il-2 oder „Schturmovik“ wie
sie liebevoll genannt wurde war ein sehr beliebtes Flugzeug.
Dieser Typ wurde
bis zum Ende des Krieges geflogen und dann von der IL-10 abgelöst. Es gibt
leider keine fliegenden Il-2 mehr.
Aber in einigen Museen sind gut erhaltene
Exemplare ausgestellt bzw. dessen Nachfolger Il-10. So steht z. B. in Prag eine
Il-10, Krakau besitzt eine Il-2m3 und eine Il-10.
In der ehem. UdSSR gibt es
im Museum der Luftstreitkräfte in Monino ebenfalls welche.
Zum Modell:
Durch den Bau der Il-2 (Einsitzer), kam ich auf
die Idee, man könnte gleich im Anschluss den Doppelsitzer ebenfalls
bauen.
Beim Öffnen der Schachtel präsentieren sich wieder einmal Teile, die
keinerlei Nacharbeit benötigen.
Aber durch den Bau des Einsitzers war ich
gewarnt.
Beginnen sollte man laut Bauanleitung mit dem Cockpit welches sehr
gut dargestellt ist. Das einzige Problem ist den Sitzgurt des Bordschützen in
das Modell zu bekommen, nach dem er mir dann zerbrochen war, gelang es auch mir
ihn in dem Modell unter zubringen.
Es ist von Vorteil, wenn man über
Literatur der Il-2/Il-2m3 verfügt, um zu sehen wie es im Original war und später
im Modell auch aussehen sollte.
Das Heft wurde mir, wie schon beschrieben,
von der Flughistorischen Sammlung Finow bereitwillig zur Verfügung
gestellt.
Auf den Einbau der Heckbewaffnung sollte bis zum Schluss verzichtet
werden, die Gefahr eines Abbrechens ist enorm groß für diese Teile.
Beim
Zusammenbau der Motorsektion kommt es zu einigen Ungenauigkeiten mit den Teilen
8/7 und 10 so, dass dort Spachtelmasse aushelfen muss.
Ich habe bewusst auf
Fotoätzteile verzichtet, um das Modell aus dem Kasten zu bauen. Bei den
Übergängen von Rumpf zu den Tragflächen 66 und 65 benötigt man wieder
Spachtelmasse, also nicht zu weit weglegen. Danach können die Teile 27/28 und
29/30 angebaut werden.
Für das Vorbild meines Modells suchte ich mir die
Maschine von dem Helden der Sowjetunion, Hauptmann Iwan Pavlow,
aus.
Das von ihm im Jahre 1945 geflogene Flugzeug trug die
Aufschrift „ Für den Landsmann und Helden der Sowjetunion, Kamerad Pavlow, von
den Arbeitern der Stadt Kustanai“.
Die Decals stammen von MSAP aus den USA,
die ich hier als Sonderangebot in Deutschland zu kaufen bekam.
Bei meinem
Modell wurde deswegen auf die Teile 70/71 und 118 verzichtet, Pavlows Maschine
war mit diesen Kanonen nicht ausgerüstet.
Für das Fahrwerk, was ich erst nach
der kompletten Lackierung anbrachte, wählte ich die abgeflachten Reifen, weil
sie dem Modell ein realistisches Aussehen geben.
Die Bomben und Raketen
wurden genutzt, da sie eine gute Alternative zu dem Modell der deutschen Il-2
sind, die nur mit Bomben ausgerüstet war.
Die Teile 96 und 182 ersetzte ich
durch Kanülen, um dort einen realistischeren Eindruck zu erwirken.
Zur
Lackierung:
Das Modell trägt die typische russische Lackierung in den Farben
Erdbraun/Dunkelgrün und Hellblau.
Die Farben stammen von Testors und wurden
von mir mit Airbrush lackiert.
Nach dem Trocknen der Farbe spritzte ich
Glanzlack über das Modell um einen besseren Untergrund für die Decals zu
schaffen, sie haften dann besser.
Nach dem die Decals auf dem Modell
angebracht wurden, folgte eine Lackierung mit Seidenmattenlack, um die
Abziehbilder zu schützen.
Die roten Sterne waren eine Version des
Garderegiments, sie waren nicht Standard.
Fazit:
Man kann aus dem Modell noch mehr machen, wenn man es will. Ein sehr schönes
Modell, dass wenn es aus dem Kasten gebaut wird, auch einen guten Eindruck
macht. Wir werden gespannt sein müssen ob Italeri ( Hat ja die Formen von
Accurate aufgekauft), sich an die Qualität hält und wie es preislich aussehen
wird.

