Iljushin Il-2 (Einsitzer) , Accurate Miniatures im Maßstab 1/48
Es handelt sich bei dem hier auf Originalfoto abgebildeten Flugzeug, um das
von mir im Modell gefertigte. Das Foto stammt aus dem Internet ,von der
Seite http://www.luftwaffe-experten.co.uk/
Noch ein Hinweis in eigener Sache, alle meine
Beuteflugzeuge wurden im Mai Heft der Zeitschrift Modellportraits abgedruckt. An
dieser Stelle sei Peter O. Herrmann noch einmal dafür gedankt .
Zum Original:
Den Anfang von 36.150 zwischen 1941 und 1945 gebauten IL-2, bildete ein
Paar TsKB-55, zweisitzige Prototypen mit einem 1.350 PS starken
M-35A-Reihenmotor. Diesem folgte die einsitzige Version KsKB-57 mit zwei 20-mm-
Kanonen und zwei Maschinengewehren statt den vier in den Tragflächen
installierten Maschinenkanonen. Auf die KsKB-57 folgte die ähnliche
Serienversion IL-2, angetrieben von dem AM-38 mit 1.600 PS. Die IL-2M erhielt
den AM-38M mit 1.700 PS und 23-mm-kalibrige Kanonen. Die mangelnde
Abwehrbewaffnung für den hinteren Sektor führte zur IL-2M-3 mit erweitertem
Cockpit, für einen Heckschützen und besseren Abwehrwaffen.
Zum Modell:
Der Bausatz stammt von Accurate Miniatures im Maßstab 1/48. Er ist ohne Grat
gegossen und die Passgenauigkeit ist gut, nur an einigen kleinen Stellen benötigt
man ein wenig Spachtelmasse. Beim Zusammenbau folgte ich der Bauanleitung. Der
Bau des Cockpits macht Spaß, so viele kleine Teile und es sieht nachher
wunderschön aus, wenn es fertig und eingebaut ist. Ich hatte erst überlegt, ob
ich Gurte aus Ätzteilen verwenden sollte, aber ich entschied mich für die
Decals aus dem Bausatz. Für das Armaturenbrett verwendete ich nicht die Decals,
sondern alterte es, wie immer mit Trockenmalen. Einiges Kopfzerbrechen bereitete
mir allerdings die Bauanleitung bei den Teilen 10/181/11 und 12, da hätte man
sich etwas mehr Mühe mit der Beschreibung geben können. So wie man es einbauen
soll, passt es leider nicht, man muss die kleinen Angusstücken entfernen, um
das Teil 12 später richtig einpassen zu können. Man sollte nicht, so wie es
mir ging, vergessen das Armaturenbrett einzubauen. Glücklicherweise war ich
noch nicht soweit und hatte schon alles miteinander verklebt, bevor ich es
merkte. Der Rest ist dann nur noch ein Kinderspiel. Und da ich an der IL-2
Gefallen gefunden habe, werde ich mir das Modell der IL-2M-3 auch zulegen, doch
davon im nächsten Baubericht.
Zur Bemalung:
Die Oberseiten wurden in einem Tarnschema grün und schwarzgrau gespritzt und
die Unterseite in Hellblau. Während des 2. Weltkrieges erbeutete die deutsche
Luftwaffe nicht weniger als 100 sowjetische IL-2. Sie wurde nie benutzt (nicht
einmal zum Training), weil die Flugzeuge sehr schlechte technische Daten und
Flugeigenschaften hatten. Die deutschen Piloten waren überrascht, dass so
schlecht gebaute Flugzeuge, wie die IL-2, in solch großen Stückzahlen an die
Front kamen. Nach deutschen Standart konnte ein solches Flugzeug nicht von der
Luftwaffe in Dienst gestellt werden. Nicht nur die Deutschen, sondern auch
ungarische und finnische Piloten welche die IL-2 fliegen durften, zeigten sich
enttäuscht über sie. Die Flugzeuge wurden als Bodenziele und in großen Städten
für Ausstellungen benutzt. Wahrscheinlich soll ein Flugzeug im Luftfahrtmuseum
in Berlin gestanden haben, nach dem die Maschine in Rechlin getestet wurde. Es
gibt verschiedene Behauptungen wie die IL-2 in der Luftwaffe bemalt worden sein
soll, einmal wahrscheinlich komplett in Grau RLM 02 oder vielleicht auch RLM 04
Gelb. Für Diskussionen auf Ausstellungen dürfte ich mit diesem Modell einer
deutschen Beute IL-2 wieder einmal sorgen. Aber es ist bestimmt ein
interessantes Flugzeug, in solch einer bunten Bemalung und sie passt zu meinen
anderen Beuteflugzeugen (P-51B, D-520 und P-47 D) vom "Zirkus Rosarius"
und dem Erprobungszentrum der Luftwaffe in Rechlin.
Die Decals:
Da ich noch einige Decals von der deutschen Luftwaffe zu liegen hatte, konnte
ich diese gleich verarbeiten. Die deutsche IL-2 hatte nur Balkenkreuze und einen
gelbes Rumpfband, welches den Einsatzraum zeigte.
Quellen:
"IL-2 in action / Aircraft Number 155 Squadron /Signal Publications",
dieses Heft wurde mir freundlicher Weise von der Luftfahrthistorischen Sammlung
Flugplatz Finow (Herr Frank Tausche) zur Verfügung gestellt.