Hurricane II B von Hasegawa in 1/48
Zum Original:
Im Rahmen des Pacht- und Leihvertrages (Lend-Lease) wurden an
die UdSSR insgesamt 2952 Stück geliefert, darunter allein 2776 Stück der
Baureihe Mk.II.
Die ersten Hurricanre Mk.II B erreichten die Sowjetunion auf
dem Seeweg.
Die 151. britische Squadron der RAF kämpfte gemeinsam mit
den sowjetischen Piloten des 72. gemischten Fliegerregiments der Nordflotte bei
Murmansk.
Als die britischen Piloten die UdSSR verließen, gingen die
verbliebenen Hurricans an das sowjetische Regiment über.
Da das Muster von den russischen Piloten als unterbewaffnet
empfunden wurde, ließ Hauptmann Boris S. Safonow die Hurricane seiner Staffel
auf zwei 20- mm- ´SVAK Kanonen und zwei 12,7-mm- MG UB umrüsten.
Einige später hinzugekommene Mk.II C wurden auch als Nachtjäger
bei den sowjetischen Staffeln eingesetzt, dann allerdings waren sie komplett
schwarz lackiert.
Die Hurricane die ich als Modell baute, hatte die
Seriennummer BM 959 Nr. 60 war 1942 in Finnland eingesetzt.
Zum Bausatz:
Der Bausatz präsentiert sich in der typischen Hasegawa
Qualität, alle Teile sind sauber und Grat frei gespritzt.
Das Cockpit des Bausatzes ist gut detailliert, nur das
Hasegawa eine geschlossene Cockpithaube bevorzugt ist von Nachteil.
Bei meiner Hurricane wurde das Cockpit nur durch die
Sitzgurte der Firma ExtraTech gesupert. Das Cockpit wurde von mir in RAF
Interior Green lackiert.
Hasegawa eröffnet dem Modellbauer auch die Möglichkeit die
seitliche Cockpittür offen darstellen zu können, das heißt man kann wenn man
möchte dieses Teil heraus trennen.
Knifflig wird es dann wenn die Rumpfhälften zusammen geklebt
werden, da die Motorzelle also die Bauteile B1 und B3 genau an die Rumpfhälften
angepasst werden müssen.
Die Passgenauigkeit der Rumpfhälften und Tragflächen Übergänge
sind hervorragend. Die Spachtelmasse kommt bei diesem Modell nicht aus der
Schublade bzw. nicht zum Einsatz.
Man sollte nur vorher mit sich einig sein ob man nun eine
Bombentragende Hurricane oder eine die bei der Dessert Air Force baut oder
nicht, bei einer Bomben-Hurricane muss man auf den Tragflächenunterseiten die
Bohrungen für die Bombenhalterungen aufbohren. Bei der Dessert Air Force
Hurricane kann man den Sandfilter weglassen.
Der Zusammenbau des Fahrwerks bereitet keine weiteren
Schwierigkeiten, man sollte nur auf den richtigen Radstand beim fertigen Modell
achten.
Die Landescheinwerfer bemalte ich mit Chromfarbe um den
realistischeren Eindruck eines Reflektor zu erreichen,
die Klarsichtabdeckungen sollte man aber nicht mit
Sekundenkleber kleben. Die Teile werden blind, ich streiche immer etwas
Plastikkleber an den Rand der Tragfläche warte ca. 10-15 Sekunden und klebe
dann das Teil Vorsichtig hinein. In dieser Zeit kann das Lösungsmittel
verdampfen und es beschlägt das Klarsichtteil nicht mehr.
Die Teile J4 und J5 wurden bei meiner Hurricane nicht
verwendet. Der Rest des Zusammenbaus ist einfach.
So nun steht eine Hurrcane fertig vor einem auf dem Tisch.
Zur Bemalung:
Die Decals stammen von Aeromaster „Red Stars in the Sky“
Nummer 48-009.
Die Hurricane BM 959 Nummer 60 war in RAF Standart Tarnschema
lackiert Oberseiten Dunkelgrün und Grau, die Unterseite war Hellgrau, ich
verwendet die Farben von ModelMaster.
Am Seitenleitwerk war auf beiden Seiten der „ Wolf von
Dvina“ abgebildet. Alle roten Sterne hatten eine gelbe Einfassung und auf den
Rumpfhälfen stand (rechts) „ Za Rodinu“ und (links) „Za Stalina“.
Diese Hurricane ist in dem Buch „ Unterm Roten Stern“
fotografisch nachgewiesen.
Quellen:
AJ Press
„Hurricane“
Mau/Stapfer „ Unterm roten Stern“
