Focke Wulf FW-190A-7, Dragon in 1/48

Zum Original: 

Zur Focke Wulf FW-190A braucht eigentlich nicht viel geschrieben werden, außer dass die Versionen A-7 und A-8 im Dezember 1943 in die Produktion gingen.
Sie hatten eine bessere Bewaffnung und eine bessere Panzerung. Einige, wie mein Modell, erhielten FuG-217 J-1 "Neptun" und wurden dann in speziellen Geschwadern zur Nachtjagd eingesetzt.


Hier findet man alles über das Nachtjagdverfahren "Wilde Sau":

http://de.wikipedia.org/wiki/Wilde-Sau-Nachtjagdverfahren

Zu meinem Modell: 

Es stellt die Einsatzmaschine von Lt. Klaus Bretschneider, der 5. Staffel/Jagdgeschwader 300 1944 in Rheine dar.
Hier mal der Lebenslauf von Lt. Klaus Bretschneider:

Oberleutnant Klaus Bretschneider, geb.: 04.05.1920 in Berlin-Steglitz, flog hauptsächlich eine Focke Wulf Fw 190A-8/R2, einen gepanzerten "Sturmbock" mit dem Namen "Rauhbautz VII".
Klaus Bretschneider war mit 24 Jahren Staffelkapitän der 5./JG 300.
Am 19.07.1944 wurde Klaus Bretschneider zum Staffelkapitän der 5./JG300 berufen. Er zählt zu den erfolgreichsten Nachjäger des JG300. In nur 20 Einsätzen für das JG300 "Wilde Sau"  schickte er 14 britische Bomber zu Boden.
Am 7.10.1944 gelang ihm der Abschuß von drei B -17 Bombern, wobei er den letzten durch ungewolltes Rammen zum Absturz brachte. Bretschneider konnte sich dabei durch einen Fallschirmabsprung retten.
Am 18.10.1944 wurde ihm für seine Erfolge das Ritterkreuz zuerkannt. Er wurde im November 1944 zum Oberleutnant befördert. Insgesamt gehen 31 Luftsiege auf sein Konto.
Am 24.12.1944 kehrte Oltn. Klaus Bretschneider nicht mehr von seinem Einsatz zurück. Nach einem erfolgreichen Luftkampf erzielte er seinen 34. Abschuß und wurde dann das Opfer einer P-51. Er erzielte insgesamt 34 Luftsiege, davon 14 bei der Nacht und 17 am Tag.

 

Zum Bausatz:

Ich gewann im vorigem Jahr auf einer Tombola während einer Ausstellung die Dragon  (Shanghai) Focke Wulf FW-190A-8 (Bausatz Nr. 5502).
Durch Zufall besorgte mir ein guter Bekannter Decals der tschechischen Firma OWL, die ich schon für meine Junkers Ju-88C-6 benötigte. Dort auf diesem Decalsatz befanden sich auch die für Lt. Bretschneiders Maschine.
Der Bausatz macht beim Öffnen einen sehr guten Eindruck, ja er hat schon ein wenig Grat. Aber er stammt auch aus dem Jahr 1998, also kann man schon ein wenig Grat haben.
Das komplette Cockpit und der Sitz bekamen die Farbgebung RLM 66 von Vallejo Model Color (Nr. 866).

 


Schon jetzt beim Zusammenbau des Rumpfes entstehen kleine Spalten, die jedoch mit Spachtelmasse oder wie in meinem Falle mit dem Wachsspachtelgerät verschlossen werden.
Nun setzen wir das Cockpit von unten in den Rumpf und kleben die Tragflächen an, dabei stellte ich diese Paßgenauigkeit fest. (oder ist es eine Passungenauigkeit?)

Der Zusammenbau beginnt mit dem Cockpit. Ich habe es nur ein wenig durch colorierte Gurte von Eduard aufgewertet und einige Armaturen wurden farblich hervorgehoben.

Also wieder das Wachsspachtelgerät anwerfen und los zum verspachteln. Jetzt bin ich froh dieses Teil (Wachsspachtelgerät) zu besitzen, es erleichtert einem die Arbeit ungemein. Nur vorm lackieren sollte vorher alles mit Spülmittel abgewaschen und das Modell sollte bzw. muß grundiert werden.
Ich verwendete zur Grundierung Vallejo Model Color Foundation White ( Nr. 919).Es gibt diese Grundierung auch in grau (Gray Primer) Nr. 71097.

Durch die Grundierung habe ich dann noch 2 kleine Spalte entdeckt, die noch einmal nachgespachtelt werden müssen. 
So nun wurde nachgespachtelt, hier mal das Ergebnis.

So als nächstes bekam die Unterseite dann ihre Farbe in RLM 76.Da meine Vallejo Farbe alle ist, mußte alles mit Model Master Acryl (Nr. 4786) lackiert werden. Diese ist ebenfalls auf Wasserbasis und läßt sich ebenso gut lackieren.

So nun wurde bereits lackiert, die Unterseite RLM 76 und die Oberseite bekam eine Tarnung in RLM 74/75. Nach dem Trocknen wurde das Rumpfband in RLM 23 aufgebracht, anschließend wurde alles mit Glanzlack versiegelt.

Heute nach dem trocknen der Farben und des Klarlackes wurden die Decals aufgebracht.

Heute wurden die FuG-217 "Neptun" Antennen angebracht, es gab verschiedene Versionen von dieser Anbringung.
Olt. Bretschneiders hatte diese Anordnung der Antennen auf seiner FW-190A-7.
Als nächstes tauschte ich die MG´s aus dem Bausatz (Plastik) gegen Kanülen aus.

So das Modell ist fertig.