Chance Vought F4U-1D "Corsair" von Tamiya in 1/48

 

 

Zum Original:

Die Vougth "Corsair" war zweifelsohne das beste bordgestützte Jagdflugzeug des Krieges und erzielte ein Abschußverhältnis von 11:1 bei Abschüssen im Pazifik. Das heißt 11 japanische Flugzeuge gegen ein US-Flugzeug.
Der Erstflug der XF4U-1 erfolgte am 29.Mai.1940.
Die ersten Serienflugzeuge F4U-1 wurden im Oktober 1942 an die VF-12 ausgeliefert, auch wenn alle anderen früheren Maschinen an das US Marine Corps gingen.
Von Brewster und Goodyear wurden zusätzliche Produktionsanlagen für die Herstellung der Corsair frei gemacht.
Bei späteren Maschinen wurde auf die Bird Cage Verglasung des Cockpits verzichtet und durch eine Blasenförmige Cockpithaube ersetzt.
Die Produktion der Corsair endete 1952, insgesamt wurden von der Corsair 12571 Maschinen aller Modelle.

Zum Bau:

Die Corsair von Tamiya macht einen absolut sehr guten Eindruck.
Es lassen sich Versionen mit eingeklappten bzw. ausgeklappten Tragflächen bauen.
Beginnen wir mit dem Cockpit.

1. Manko was auffällt, man muss die Decals des Instrumentenbrettes verarbeiteten, da man das Instrumentenbrett nur angedeutet hat. Bei anderen Herstellern findet man dieses weit aus besser detailliert.
Aber egal darüber kann man auch hinweg sehen.

  

2. Die Gurte des Sitzes liegen dem Bausatz als Decal bei, auch nicht empfehlends wert , ich werde diese noch durch geätzte Gurte der Firma Extratech ersetzen.
Der Zusammenbau und die Paßgenauigkeit sind gut bis sehr gut, nur die Pedale der Ruder passen nicht so richtig ins Cockpit. Da hilft nur etwas drücken.
Der Motor besteht aus 4 Teilen, sauber gespritzt ohne Fehler.
Die Klappen der Motorhaube können offen bzw. geschlossen dargestellt werden.
Dann folgt als Schritt3. der Zusammenbau der Tragflächenwurzel, vorsicht hier muß an jeder Seite ein Teil abgetrennt werden wenn man die Flächen eingeklappt darstellen will.

Dann kommt der Zusammenbau des Rumpfes, Paßgenauigkeit bisher 1A, keine Einschränkungen.


Nach dem ich mich nun entschlossen habe die Flächen anzuklappen wurde die kleine Nase an beiden Flächenstücken entfernt.
Das Fahrwerk passt präzise und wunderbar ins Modell Die einzige Fummelei war dann die Fahrwerksklappen einzubauen bzw. anzubringen
Auf die Raketen und Zusatztanks habe ich verzichtet, da auf meinen Fotos an Boyingtons Maschine keine dran waren.
Der Klappenmechanismus ist gut, nur passte bei mir leider nicht die linke Fläche auf den Mechanismus.
Jedoch ein wenig schleifen und das Problem war behoben
Die ganzen Verstrebungen für das halten der Tragflächen im angeklappten Zustand gibt der ganzen Sache dann noch mehr Festigkeit. Aber die Löcher vorher aufbohren.
So das war schon der Zusammenbau der Corsair.

Zur Lackierung:

Zur Verwendung kamen wieder Testors/Modelmaster Farben,
Oberseite 1723 Gunship Grey, 1741 Dark Ghost Grey, Unterseite FS 36492 Light Grey.
Bevor jetzt wieder gesagt wird "falsche Farben", auf Grund der Witterung auf dem pazifischen Kriegsschauplatz sahen die Maschinen meist ausgeblichener aus.
Gealtert wurde das Modell wie schon geschrieben mit Faber Castell Pastellkreide und Alu poliert von Testors/Modelmaster.
Da ich es heute zum ersten mal probierte, habe ich Alu poliert ganz Vorsichtig auf die ausgesuchten Stellen getupft.
Da Lackabplatzer im Pazifik häufiger vorkamen habe ich mir genug Bilder angesehen wo eventuell etwas abgeplatzt sein konnte.

Fazit:

Sehr gutes Tamiya Modell, das keine Wünsche offen lässt.

Literatur:

Kagero Heft Nr. 9 Chance Vougth F4U Corsair

David Donald Amerikanische Luftwaffe

Das Poster gehört zu dem später aus beiden Corsairs bestehenden Dios.