Bücker Bü-181A, Special Hobby in 1/32

 

Zum Original:



Als im Jahre 1945 die Panzermassen der Alliierten die Reichsgrenze erreichten kamen die Herren der Luftwaffen-Führung auf die Idee Schulmaschinen mit Panzerfäusten zu bestücken und gegen die Panzermassen einzusetzen.
Die Entwicklung der Umbausätze für die Panzerfaust-Bücker erfolgte bei der NSFK Segelfliegerschule Trebbin.
Die Rüstsätze wurden vom Einsatzverband in Eigenregie angebaut.

Zum Rüstsatz gehörten 4 vorgefräste Holzklötze mit Schellen, die die Panzerfäuste aufnahmen. Die Visiereinrichtung bestand aus einer einfachen Kimme- je eine vor der jeweiligen Frontscheibe von Pilot und Co-Pilot, sowie einer Kornkonstruktion die auf dem vorderen Teil der Motorhaube angeschraubt war.
Die Justierung war so eingestellt das sich die Flugbahnen der linken und rechten Panzerfaust ca. 75 m vor der Bücker kreuzten.
Dann die Bowdenzüge für den Abzug und 2 Bleche als Strahlabweiser an den Rumpfseiten.
Das entsichern der Panzerfäuste erfolgte unmittelbar vor dem Start.
Im März 1945 wurde der erste Verband 1.TAG Bücker 181 (Tiefangriffsgruppe Bücker 181) im Raum Wittenberg aufgestellt.        Den 1. Einsatz flog die TAG am 19.04.1945 im Raum Müncheberg, dabei gab es Verluste durch russ. Flak und Luftabwehr.
Soweit heute bekannt ist gab es keine Abschüsse von Panzern mit diesen "Panzerfaust-Bückern", es war wohl eher ein psychologischer Einsatz.
So hoffe es war interessant, auch wenn es viel zu lesen war???

Zum Modell:

Es handelt sich hier um einen Bausatz der Firma Planet Models aus Tschechien, es ist ein Voll-Resin Bausatz.

Zum Bausatz:

Das Cockpit:

Cockpit mal lose im Rumpf drinnen.

Da ich keine Cockpitbilder von Einsatzflugzeugen fand, hat mir ein guter Modellbaufreund Bilder von einer restaurierten Bücker Bü-181 zu geschickt.
So heute habe ich mich mal um das Instrumentenbrett gekümmert.
Da dort weder Zeiger noch Anzeigen aufgepresst sind, mußte ich diese eben allein einzeichnen.
Danach wurde die Instrumente mit Tamiya Klarlack überzogen um den plastischen Effekt zu erzeugen.

Hier sieht man mal die Spaltmaße die später noch verspachtelt werden müssen.

Als nächstes werden Löcher in den Rumpf und den Tragflächen gebohrt, da ich die Tragflächen stiften werde.
Eine andere Wahl habe ich leider nicht.
Vorher bekommen die Rumpfhälften noch kleine Zapfen aus Plastiksheet damit die Passung nach oben und unten besser ist.
Habe jetzt mal Plastiksheet eingeklebt um die Paßgenauigkeit zu verbessern bzw. es mir beim zusammen kleben leichter zu machen.

Dann habe ich mit Gummis, die Spaltmasse geändert.

Danach habe ich mit Klebewachs die Tragflächen an den Rumpf geklebt um später genau bohren und stiften zu können.

Dann wurden die Löcher für die Paßstifte der Tragflächen gebohrt.
Nicht wundern warum ein Stift auf jeder Seite länger ist, dort hinten endet das Cockpit.
So konnte ich den Flächen ein wenig mehr Auflage geben, danach wurde das Cockpit eingeklebt.

 

Es gab doch nicht so große Spalte zum verspachteln wie erst angenommen.
Hier mit dem  komplett fertigem Cockpit.

Jetzt wurden die Flächen angeklebt und alles verspachtelt.

Also erst mal wieder bohren und stiften, dann ausrichten und ankleben.
Als Stifte kamen wieder abgesägte Kanülen zum Einsatz.

Die Klötze wo die Panzerfäuste drauf waren sind normaler Weise aus Holz, in Anbetracht der Tatsache das es heute Plastesheet gibt nahm ich diesen.
Die Drähte waren früher mal Bowdenzüge beim Original, heute ist es bei mir Kupferdraht. Die Schelle ist aus Alufolie.

Als ich heute bei meinem Händler Bleidraht bekommen.
Dieser wirkt besser für den Abzug-Bowdenzug als der starre Kupferdraht, der Vorteil von diesen Bleidraht ist das man den leicht biegen kann.
Im Original lag er ja auch etwas locker auf der Fläche, was man mit starren Kupferdraht nicht darstellen kann.

Die Bücker wurde in RLM 65 (hellblau) für die Unterseite, die Oberseiten wurden in RLM 70 (schwarzgrün) und
RLM 71(dunkelgrün) lackiert. Danach wurde die Kanzel maskiert, ich nahm dazu Tamiya Abklebeband welches ich dann selber mit einem Skalpell zuschnitt.

Hier noch mal ein paar Bilder von den Panzerfäusten bzw. den Aufhängungen.

Ich habe nun aus Kanülen und Kupferdraht die Visiereinrichtungen und Bremsleitungen hergestellt, die Cockpitkanzel liegt noch lose drauf.

So heute bekam die Bücker Decals, sie soll eine Maschine der 3. Panzerjagdstaffel darstellen im April 1945.

Nun folgt noch der Mattlack, dann die Kanzel und ein paar Alterungen.

So Mattlack ist drauf, die Kanzel wurde mit Ponal angeklebt und es kamen noch 2 Figuren und ein Hund dazu.

Heute kamen die letzten Decals, das Staffelemblem ans Modell.