Bell P-39, Maßstab 1/48 von Eduard


von Steffen Tittmann

Zum Original:

Das robuste Jagdflugzeug P-39 „Airacobra“ wurde um die aus der Propellernabe feuernde 37-mm-Kanone herum gebaut. Der V-12 AllisonV-1710 Motor befand sich hinter der Pilotenkabine und treib den Propeller über eine Fernwelle an. Diese Variante des Motoreneinbaus war für den Piloten günstiger, da er bei Angriffen von hinten besser geschützt war. Bei diesem Typ wurde ein Bugradfahrwerk eingeführt, was eine Umstellung der Piloten bei der Landung erforderte.
In der USAAF war die P-39 nicht sonderlich beliebt. Die ersten P-400 für die RAF wurden gleich nach kurzem Kampfeinsatz der Russ. Luftwaffe übergeben. Diese setzten den Typ nicht als Jagdflugzeug, sondern vielmehr als Jagdbomber ein.
Da sich aber die Luftkämpfe an der Ostfront in nicht so großen Höhen abspielten, errangen die Russ. Piloten sehr gute Erfolge mit der P-39. So errang Major Alexander Pokryschkin mit diesem Typ 48 seiner 59 Luftsiege.
Maschinen dieses Typs waren 1945 in Finow (LK Barnim/Brandenburg) stationiert.

Zum Modell:

Das Modell stammt von Eduard. Beim Öffnen des Kartons stellt sich heraus das verschiedene Versionen gebaut werden können. Ich habe schon eine P-39 gebaut und war über die Details sehr überrascht. Man kann fast behaupten. Wenn die kleinen Spachtelarbeiten zwischen Tragfläche und Rumpf nicht wären, würde sie sich von selbst bauen.
Sehr gut finde ich, dass man bei Eduard daran gedacht hat, ein Ausgleichsgewicht mit in den Bausatz zu legen. Denn schließlich hatte die P-39 ein Bugfahrwerk und soll später darauf auch stehen.
Das Cockpit ist gut detailliert. Man wäre aber gut beraten gewesen, Sitzgurte mit hinein zugeben. Deshalb habe ich diese aus dem Fachhandel bezogen und eingebaut. Das Instrumentenbrett ist sehr gut dargestellt. Es wurde von mir nach dem Einbau gealtert. Sämtliche Hebel sind ebenfalls enthalten und da man die Türen offen lassen kann, sieht man später auch die kleinsten Details.
Etwas komplizierter wird dann der Bau des Bugfahrwerkschachtes, aber wenn man es ganz sacht angehen lässt, klappt es auch. Ich habe 3 Versuche benötigt, um ihn fertig zu bekommen.
Wie oben schon beschrieben, benötigt man für den Übergang Tragfläche/Rumpf etwas Spachtelmasse. Dem Bausatz liegen abgeflachte Räder bei, man braucht also nicht die teueren aus dem Fachhandel kaufen.
Meine P-39 wurde im Original von Major Sultan Amet-Chan vom 9. Garde-Jagdfliegergeschwader geflogen. Er errang 32 Luftsiege. Seine Maschine war Oberseite U.S. Oliv Drab/ Unterseite Neutral Grey und hatte einen roten Spinner.

Fazit:


Das Preis/Leistungsverhältnis ist sehr gut. Wieder ein gutes Modell in der Vitrine aus dem Lend/Lease Programm.

Literatur:


Mau/Stapfer „Unterm Roten Stern“ 

Amerikanische „Kampfflugzeuge des 2. Weltkrieges“